Bisons leben in den Prärien Nordamerikas. Bis vor ca. 200 Jahren bevölkerten sie die weiten Ebenen Nordamerikas in so großer Zahl, dass sie von den Entdeckern des Kontinents nicht gezählt werden konnten. Nach Schätzungen müssen es ca. 60-65 Millionen Tiere gewesen sein.
Der Bison gilt als das wichtigste Wildtier Nordamerikas. Er ist Teil der amerikanischen Geschichte und er wurde zum unverzichtbaren Teil der amerikanischen Kultur und ihrer Entwicklung.
Die unglaublich großen Bisonherden lieferten den Ureinwohnern über zehntausende von Jahren das Rohmaterial für ihre Kleidung und Nahrung. Auch die späteren Entdecker der "Neuen Welt" und die nachfolgenden Siedler bedienten sich in den Anfängen dieser Überlebensgrundlage. Mit der Besiedlung des Westens im 19. Jahrhundert wurden die Bisonherden durch hemmungsloses Bejagen und angeordnete Maßnahmen beinahe völlig vernichtet.
Erst staatliche Schutzverordnungen und das beherzte Eingreifen einiger Farmer bewahrte die verbliebenen - weniger als 1000 Bisons - vor dem Aussterben. Heute leben wieder ca. 450.000 dieser urtümlich anmutenden Wildrinder auf Farmen und in den Wildreservaten Nordamerikas. Sie sind der Grundstein für eine neue bedeutende Industrie im Agrarsektor.



















